Unsere Reise durch den „wilden“ Nordwesten Mexikos
Queretaro
San Miguel de Allende
Guanajuato
Zacatecas
Aguas Calientes
Durango
Creel
Divisadero
Pakimé
Militaerkonntrolle – koennte ja sein, dass wir etwas schmuggeln wollen
Von Hidalgo Richtung Norden
Mexicali
Desierto
Tekate
Tijuana
Loreto
Rosalito
Richtung Ensenada
Mulegé
Santa Rosalia
La Paz
Los Cabos
Das falsche Hotel California
Faehre nach Mazatlan
Mazatlan
Tequila
Guadalajara
Freitag der Dreizehnte…von wegen ein verfluchter Tag!
Unser persönlicher Glückstag wird er sein…für immer! Freitag, 13. Juli 2007, Orlandos und mein Hochzeitstag! Vorbereitungen Sie haben es uns nicht leicht gemacht, die Mexikaner, aber wir waren standhaft. Nach „1000en“ von Besuchen beim Amt für Immigration, genauso vielen beim Registro Civil, Briefen, Kopien, Unterschriften, Anfragen und einem ärztlichen Besuch (!!! Man muss sich tatsächlich auf verschiedenste Krankheiten testen lassen, um in Mexiko heiraten zu können!!!), hielten wir in der vergangenen Woche unsere Erlaubnis in der Hand! Ein großer Erfolg, dessen Weg auch von einigen Rückschlägen begleitet wurde! Katharina, „allein“ im fernen Mexiko, freute sich wahnsinnig, zwei lieb gewonnene Freundinnen als ihre Trauzeugen wählen zu können…die beiden jungen Frauen sind allerdings nicht von mexikanischer Nationalität, wodurch ein großer Papierberg für die Anfrage bewältigt werden musste. Letztendlich scheiterte der Versuch jedoch daran, dass die in der mexikanischen Bürokratie tätige Bevölkerung gelegentlich macht, was sie möchte. Jede Person gibt die Information, die sie für richtig hält. Mag sein, dass sie nicht mit der anderer Personen übereinstimmt, aber…Shesta und Michelle waren bei meiner Hochzeit, als zusätzliche Trauzeugen, meine offiziellen Trauzeugen waren jedoch Mexikaner…meine Schwiegermama und Orlandos Bruder, die ich beide wahnsinnig gern habe! Unser großer Tag!
Er war super schön, der 13. Juli, entspannt sowie von einigen chaotischen Gegebenheiten begleitet! Ein Tag wie kein anderer – strahlender Sonnenschein und kein Tropfen Regen. Das ist für Mexiko-City ungewöhnlich, in den letzten Wochen regnete es jeden Tag für einige Stunden oder war zumindest bedeckt! Nicht jedoch an unserem Hochzeitstag! ;O)
Als Braut wollte ich besonders schön aussehen, sodass ich einen Termin für mein Make-Up und mein Haar bei einem Friseur vereinbarte. Mit meiner Schwiegermama verbrachte ich fast drei Stunden im Salon! Ich wurde geschminkt und nach ca. 15 Minuten erlebte ich dann vor dem Spiegel eine große Überraschung oder sagen wir lieber einen Schock. Grauenvoll, mit anderen Worten kann man es nicht beschreiben! Ich überließ alles dem Stylisten…nur mit dem Wunsch, möglichst natürlich auszusehen. Meine Augen „verschönerte“ er mit Grautönen, die Brauen wurden braun und mein Mund erhielt ein farbenfreudiges Pink! Auch meine Schwiegermama erlebte ein ähnliches Schicksal!
Kaum zu Hause angekommen, entfernten wir das Übel, schminkten uns erneut selbst und nahmen einige Änderungen an unseren Frisuren vor! Ich hab’s schon immer gewusst – traue keinem Friseur! Niemand hat’s gemerkt, sondern im Gegenteil – unser Make-up wurde noch gelobt! ;O)Die Zeit verging wie im Flug! Halb sechs sollte mein Chauffeur kommen. Orlando war natürlich nicht im Haus, der Bräutigam darf die Braut vor der Hochzeit ja nicht sehen!Hmm, halb sechs …kein Chauffeur, dreiviertel sechs, um sechs…Plan B musste entworfen werden, der Chauffeur hatte mich versetzt! Cesar, Orlandos Bruder, wurde kurzerhand zu meinem Chauffeur auserkoren. Für ihn hieß das, schnellstmöglichst zur Waschanlage, auch die Vögel in Mexiko nehmen keine Rücksicht auf Autos! Mittlerweile ging der Uhrzeiger schon auf 18.30 und 19.00 Uhr sollte unsere Trauung stattfinden! Wir fuhren los und …wir waren im Stau! Mittlerweile hatte mich die Nervosität auch eingeholt…feuchte Hände, mulmiges Gefühl im Bauch, alles was so dazugehört!Wir haben es geschafft, Punkt 19 Uhr erreichten wir „Mattini’s“, unser Restaurant. Ich wurde schon erwartet und von allen Gästen und natürlich meinem zukünftigen Ehemann begrüßt!
Der Standesbeamte begann mit seiner Rede! Wie oft hatte ich schon überlegt, was er sagen würde und vor allem, ob ich ihn verstehen würde! Aber ich war stolz auf mich: ich sagte an der richtigen Stelle „Si“. Wir tauschten die Ringe, durften uns unseren ersten Kuss als Ehepaar geben (naja, es waren mehr…alle wollten diesen „einen“ Kuss auf einem Photo festhalten!) und der Beamte forderte uns dazu auf, die Worte auszutauschen, die wir dem Anderen zum Beginn der Ehe mitteilen wollen. Wir waren eindeutig im Vorteil…wir sprachen auf Deutsch, und gegen den Wunsch der Gäste, wiederholten wir nicht alles noch einmal auf Spanisch.
Die Frage folgte, ob einer der Anwesenden etwas gegen die Hochzeit einzuwenden hätte. Michelle und Shesta standen an meiner Seite. Michelle nickte und erhielt einen Seitenhieb von Shesta. Ich weiß nicht, was sie verstanden hat, aber mit unserem Spanisch-Niveau wahrscheinlich etwas anderes! ;O)
Alle Treuzeugen unterschrieben anschließend! Jetzt waren Orlando und ich offiziell „Mann und Frau“. Ich weiß nicht, was ich gefühlt habe in diesem Moment, es ist ein seltsames Gefühl, aber ein Gefühl des puren Glücks! Orlando war von nun an „mein Mann“, ich konnte es gar nicht fassen!!!Die Feier konnte beginnen! Wir waren eine kleine Runde, nur Familie, die engsten Freunde Orlandos und meine Freundinnen aus der Uni. Aber wir feierten! Ich wurde genötigt, Alkohol zu trinken und habe mich tatsächlich fast den gesamten Abend nur auf Spanisch unterhalten!
Das Highlight des Abends war für mich eindeutig die Bestimmung der Junggesellen und Junggesellinnen, die als nächstes den großen Schritt wagen würden! Ich warf meinen Brautstrauß und der Kampf begann! Glückliche Gewinnerin wurde Caro!
Nun waren die Männer an der Reihe – Orlando warf mein Strumpfband! Auch hier war der Kampf nicht geringer als bei den Damen…
Cesar war der Schnellste und präsentierte stolz seinen Fang!
Um 2 Uhr wurde das Restaurant geschlossen und wir begaben uns zur „After-Show-Party“ mit Gitarre, Gesang und Tanz in unser Häuschen. Bis um 11 Uhr morgens hielten die Tapfersten durch und wir beendeten den „schönsten Tag unseres Lebens“ mit leckeren Chilaquiles, bevor wir todmüde ins Bett fielen.Hier ein paar Impressionen:





Leider nicht mehr ganz aktuell!
Viel Zeit ist vergangen…und viel passiert? Hm, ja und nein! Ich bin seit zwei Wochen fleißige Studentin und freue mich jeden Tag auf den Unterricht! 6 Stunden Spanisch und in den Pausen wahnsinnig nette Personen aus der ganzen Welt! Ich mag meine Gruppe total gern. Wir haben sogar einen Klassenclown (ich fühle mich um Jahre zurück versetzt), einen 45jährigen Kanadier, der uns pausenlos zum Lachen bringt! Ja, das funktioniert sogar auf Spanisch bzw. mit den Brocken, in denen wir uns verständigen! Meistens verbringe ich meine Zeit mit 2 Mädels aus der USA, einer Chinesin, einer Koreanerin und einer Pakistanin…und der positive Nebeneffekt, ich verbessere mein englisch…unvorbildlich wie wir sind unterhalten wir uns immer auf englisch! Für richtige Konversationen reicht es einfach noch nicht auf Spanisch. Es ist immer super spannend Chesta, der Pakistanin, zuzuhören. Ihr Vater arbeitet als Botschafter, sodass seine Familie alle drei Jahre von einem Land zum nächsten zieht…momentan ist wohnen sie in Mexiko, aber die liebe Chesta durfte auch schon die Kultur Simbabwes, Schwedens (wo sie neben der Sängerin von Roxette wohnte!), Belgiens, der USA,…kennenlernen. Gerade studiert sie in Kanada…die ganze Welt…und ich sitze immer mit großen Augen vor ihr und lausche!
Und ihr dürft mir gratulieren…ich habe am Mittwoch bereits meinen ersten Test hinter mich gebracht und für den mündlichen Teil ein “sehr gut” bekommen. Ich habe gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd…aber nagut, ich bin auch im Vorteil, da ich nur von Mexikanern umgeben bin und Orlando mir auch hilft, wenn er kann! Das Ergebnis des schriftlichen Teils erfahre ich morgen…bin schon aufgeregt!
Die Uni sorgt auch für die Unterhaltung der Studenten und bemüht sich, dass sie sich wohl fühlen. Am Freitag war beispielsweise eine Tanzauffühung…die traditionalen Tänze der verschiedenen Teile Mexikos. Super schön! Die Tänzer haben vor Energie gesprüht und man konnte ihnen den Spaß am Tanz nachfühlen.
Lisa, die Amerikanerin, und ich saßen voller Begeisterung an der Seite und schwelgten uns in der Vorstellung, mitzumachen. Hmmm….
Am Wochenende habe ich einen neuen Teil der mexikanischen Kultur kennengelernt! Ich war bei einer “Babyshower”. Diese Feier wird gefeiert, wenn eine Frau schwanger ist und etwa einen Monat vor der Entbindung steht. Alle ihre Freundinnen und Frauen der Familie kommen zusammen, spielen lustige Spiele und schenken der werdenden Mutter Geschenke für den Nachwuchs! Das sollte man unbedingt auch in Deutschland einführen…
Neuigkeiten aus Mexiko
Zurueck in der Schule…
Ja, das Schulleben gefaellt mir! Sechs Stunden Spanisch zusammen mit ca. 15 anderen Schuelern aus der ganzen Welt! Deutsche sind nicht in meinem Kurs, aber eigentlich ist das auch gut so. Ansonsten verfaellt man viel zu schnell in die deutsche Sprache. Die Gruppe teilt sich etwa in eine Haelfte Asiaten und die andere Haelfte Amis. Dazwischen sind dann noch ein paar “Exoten” wie ich als Deutsche oder ein Italiener und eine Pakistanin. Es ist uns sofort “verboten” worden, auf englisch zu sprechen, aber wenn man irgendetwas nicht versteht, dann greift man doch darauf zurueck. Man darf sich nur nicht erwischen lassen
)
Die Leute aus meinem Kurs sind super nett. Ich habe alle bereits kennengelernt, da unsere Lehrerin diverse “Kennenlern-Spielchen” mit uns durchfuehrte und wir uns in den Pausen aufeinander stuerzten, da jeder “allein” und auf der Suche nach neuen Bekanntschaften war. Die Gespraeche wurden dann schon etwas schwieriger. Da ich kein Mandarin, Koreanisch oder Pakistanisch kann, mussten wir tatsaechlich auf unseren begrenzten Spanisch-Wortschatz zurueck greifen! Aber “Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg”, sagt man immer so schoen, oder!? ;o)
Und weil der erste Tag so anstrengend war, haben wir heute, am Montag, frei! Nein, nicht wirklich. Es gibt einen Streik und so kommen wir in den Genuss, das Wochenende einen Tag laenger auszukosten! (…und unsere Hausaufgaben zu machen, denn die wurden gleich mal um 100% erhoeht)
Wochenende
Kaum darueber geschrieben und schon mittendrin!…”Lucha libre”! Meine grosse Begeisterung fuer diesen Sport konnte man ja bereits meinem vorherigen Beitrag entnehmen. Dennoch bin ich offen fuer alles und wenn “Lucha libre” zu Mexiko gehoert, dann will ich auch dabei gewesen sein!
Freitag war der Geburtstag von einem von Orlandos besten Freunden. Um den Tag zu einem besonderen Ereignis zu machen, mietete Santiago, das Geburtstagskind, einen Bus mit Fahrer und es ging zusammen mit seinen Freunden auf zum “Lucha libre”. Ich wurde, ohne gefragt zu werden, mit eingeplant, denn den “Lucha libre” muss man unbedingt gesehen haben. Dass ich das einzige Maedchen zwischen einem Haufen betrunkener Jungs sein wuerde, wurde mir allerdings verschwiegen. Begleitet von Regen und Gewitter erreichten wir unser Ziel. Wir waren etwas zu spaet und die Halle tobte bereits. Im Ring standen sechs Kaempfer, drei “Gute” und drei “Boese”. Mit kunstvollen Drehungen und gespielten Angriffen machten sie sich gegenseitig fertig. Waehrenddessen kam immermal wieder ein Verkaeufer vorbei und bot uns Chips, Bier, Kaempferpuppen und die Masken der Kaempfer zum Verkauf an. Wie gesagt, beim “Lucha libre” kommen die Kinder in den Maennern wieder hoch. Es kaufte sich tatsaechlich jeder einzelne von ihnen eine Maske und freute sich riesig. Ich fuer meinen Teil amuesierte mich praechtig ueber die Jungs und ihr Verhalten. Dann kamen die Frauen an die Reihe…ja, ich haette es nicht geglaubt, aber Frauen kaempfen tatsaechlich auch den “Lucha libre”. Ich empfand es einfach nur als albern. Aber naja, Geschmacksache! Im Nachhinein kann ich von mir sagen, dass mich “Lucha libre” auch live nicht ueberzeugt. Dennoch ist es faszinierend, dass das Publikum aus Mann und Frau sowie Kind und Greis besteht. Auch die Atmosphaere waehrend der Kaempfe war super. Das Publikum feuerte die Kaepfe voller Energie an und die Kaempfer liessen sich feiern wie Helden…witzig, das Zusammenspiel!
Der Abend hatte aber noch einen zweiten Teil. “Lucha libre” war nur die Einleitung und jetzt kam die Geburtstagsparty von Santiago mit unglaublich vielen Menschen, Tacos, Wasserpfeifen und viel Alkohol. Ich habe super viele nette Menschen kennen gelernt, getanzt und mich bestens amuesiert…eine super Feier, die bis in den Samstag Morgen hineinging, weshalb ich schlafenderweise, den ganzen forgenden Tag verpasste. Geweckt wurde ich dann von Gitarre und Gesang. Waehrend ich noch schlummerte, war bereits ein Freund von Orlando eingetroffen und die Feier ging in kleiner Runde bei uns zu Hause weiter…
Vielleicht ganz interessant…
Schon mal was von “Lucha libre” gehoert?
Falls nicht, dann spaetestens in Mexiko! Wirkliche alle Maenner, die ich bisher kennengelernt habe, verhalten sich wie kleine Jungs und schauen gebannt auf den Fernseher, wenn ein Kampf, ein “lucha libre”, stattfindet. Es Kampf zu nennen, ist aber eigentlich uebertrieben. Zwei Maenner mit lustigen Masken spielen kaempfen und werfen sich gegenseitig hin und her…eine vereinfachte Form des Wrestlings, wuerde ich meinen. Und das erstaunliche ist, sie sind hier die Helden! Nagut, Geschmack ist subjektiv! Meiner ist es nicht, dafuer ist es aber witzig, die Jungs beim Fernseh schauen zu beobachten! ;o)
Die ersten Woerter…
die man in Mexiko lernt, sind nicht etwa “mein Name ist…” und “ich wohne in…”.
Nein, dieses absolut liebenswerte Voelkchen, das immer strahlt, jeden mit offenen Armen aufnimmt (ich musste mich erstmal dran gewoehnen, von allen fremden Menschen zur Begruessung gekuesst zu werden) und ein paar nette Worte auf den Lippen hat, kann auch gut und viel fluchen. Und das besondert gern beim Auto fahren, begleitet von einem ununterbrochenen Hupen! “Puta tu madre” und “Invesil” sind nur ein Auszug, den Rest werdet ihr schnell selber mitbekommen!
Ein beliebtes Wort ist auch “guay” oder “guy”…jeder hat eine andere Art, es zu schreiben, denn es existiert eigentlich nicht, sondern ist ein Fuellwort wie bei uns “Alter”! Nur, dass ich es nicht negativ oder prollig bezeichnen wuerde, wie ich es bei “Alter” tue!
Verkehrsregeln gibt es nicht!
“Wer in Mexiko-City Auto fahren kann, kann es ueberall auf der Welt!”
Diesen Satz habe ich schon haeufiger gehoert und ich hege keine Zweifel. Alle fahren hier ohne Ruecksicht auf Verluste! Rechts vor links? – Vielleicht schon mal gehoert…
Rote Ampel? – Es wird angehalten, wenn man nicht gerade in Eile ist…
Man muss es mit eigenen Augen sehen. Glaubt mir, ich sass nicht nur einmal mit offenem Mund im Auto!
Willkommen in der Ciudad de Mexico
Das schoene Leben ist vorbei…
Nach fast drei Wochen des Faulenzens, Tourist Spielens und Menschen Kennenlernens hat mich jetzt der Ernst des Lebens zurueck! Am Freitag beginnt mein Spanisch-Kurs, und zwar an der UNAM, der groessten und aeltesten Uni Lateinamerikas – was bin ich stolz!
Die erste Huerde, den Einstufungstest, habe ich heute morgen ueberwunden. Ich war unglaublich aufgeregt, kenne ja das Pruefungsgefuehl schon gar nicht mehr…Bauchkribbeln, feuchte Haende – alles, was so dazu gehoert!
Fuer die naechsten drei Wochen heisst es nun sechs Stunden taeglich Spanisch bueffeln und reden, reden, reden! Naja, waehrend des Hin- und Rueckweges habe ich genug Zeit dazu. Die UNAM liegt naemlich nicht gerade um die Ecke! Jeden Morgen um 5.30 Uhr aufstehen und ca. 2 Stunden Fahrt mit dem Auto – anstrengend ohne Ende, vor allem weil es mehr ein “Stop and Go” als ein “Go” ist! Mexiko-City hat einfach zu viele Einwohner und alle wollen zu dieser Zeit zur Arbeit! Gluecklicherweise muss ich nicht mit Bus und Bahn fahren, denn die sind noch voller als die Strassen! Orlando faehrt mich tatsaechlich und wird sich fuer die Zeit meines Kurses in dem Stadtteil eine Arbeit suchen! Der tatsaechliche Chauffeur-Grund ist aber auch, um ehrlich zu sein, die hohe Kriminalitaet. Ich, blauaeugig und rothaarig – also so gar nicht mexikanisch (mal abgesehen von meiner Groesse – hinsichtlich dazu passe ich perfekt hier her), stelle das perfekte Opfer fuer einen Ueberfall da!
Schon vor meinem Flug wusste ich, dass Mexiko-City nicht ungefaehrlich ist. Dabei handelt es sich jedoch nur um bestimmte Gegenden und Orte, die ich gewiss nicht aufsuchen werde! Calacoaya und Satelite, die Colonias, in denen Orlandos Mutter und Vater wohnen, sind ungefaehlich! Also keine Angst, und ausserdem habe ich meinen Beschuetzer immer an meiner Seite!
Tourileben!
Drei Wochen durfte ich lange schlafen, ausgehen und Mexiko-City entdecken!
Schon kurz nach meiner Ankunft dachte ich so bei mir “OK, die Stadt hat mich zurueck!” Kein Wochenende ohne Party, ausgehen, tanzen und das nicht bis in die fruehen Morgenstunden, sondern bis in den naechsten Tag! Auch in der Woche kann es oft sehr spaet werden. Hier gibt es eigentlich immer einen Grund, um zu feiern und wenn nicht, dann wird einer kreiert! Am 10.5. war zum Beispiel der Muttertag…bereits mittags durften alle nach Hause gehen, denn dieses Ereignis muss gefeiert werden. Blumen und ein Bussi fuer die Mama reichen nicht aus, Bacardi spielt da schon eine groessere Rolle! Nicht, dass ihr ein falsches Bild bekommt. Die Mexikaner liegen nicht immer besoffen in der Ecke, aber wenn gefeiert wird, dann auch richtig! Eigentlich haben sie es sich aber auch verdient. So wie ich es mitbekomme, haben die meisten eine 50 Stunden Arbeitswoche! Da duerfen sie ihre freie Zeit auch richtig auskosten!
Ich bin immer mittendrin…manchmal etwas verloren, da ich ja so gut wie keinen Alkohol trinke! Meistens geniesse ich es aber, denn feiern bedeutet neben dem Trinken auch Tanz und Musik…aus eigener Hand, es wird gesungen, Gitarre gespielt und mit Gegenstaenden, die gerade auf dem Tisch stehen, der Rythmus gemacht! Ich mag das total!
Sonst habe ich oft die Sonne genossen! Das Wetter hier ist allerdings unglaublich seltsam! In der Regel ist bis zum fruehen Nachmittag strahlendster Sonnenschein. Ab 15 Uhr ziehen dann die Wolken zusammen und es regent in Stroemen, manchmal auch mit Gewitter! Ich liebe diese Weltuntergangsstimmung, aber bin trotzdem jedesmal verwundert, wie schnell der Umschwung kommt! Mexiko-City ist beim Thema Wetter etwas speziell, da es, ich glaube, 2000 Meter ueber dem Meeresspiegel liegt und zudem von Bergen (und zwei Vulkanen) eingekesselt ist! Bis jetzt werde ich auch immer mal wieder von starken Kopfschmerzen geplagt, da ich nicht an die Hoehe gewoehnt bin! Also nicht die Kopfschmerztabletten vergessen, wenn ihr her kommt! Seit drei Tagen haben wir jetzt aber schon Vorzeigewetter, nicht ein Tropfen Regen – also Daumen druecken, dass es so bleibt!
Acapulco
In den Monaten, die ich hier verbringen werde, moechte ich moeglichst viel von dem wunderschoenen und so vielseitigen Land sehen! Bereits in der ersten Woche hatte ich die Gelegenheit, Acapulco kennen zu lernen!
Wir waren auf eine Hochzeit eingeladen und blieben gleich ein paar Tage laenger! Die Stadt ist sehr beliebt bei jungen Menschen, da sie neben dem traumhaften Strand und immerwaehrend guten Temperaturen unglaublich viele Moeglichkeiten zum Ausgehen bietet!
Am beruehmtesten sind aber wahrscheinlich die Klippenspringer! …ein paar Verrueckte, die sich viele Meter hinab stuerzen, mit der Gefahr, an den Klippen aufzuschlagen oder von der Stroemung ergriffen zu werden. Sie sind die totale Attraktion und ziehen jeden Tag viele Menschen an…ich moechte mich nicht ausschliessen! Es ist schon Wahnsinn! Man ist selbst als Zuschauer aufgeregt – wer weiss, wie es den Klippenspringern geht!?
Die drei Tage in Acapulco waren super schoen! Ich habe mir einen Wahnsinnssonnenbrand geholt, waehrend die Jungs im Wasser rumtollten, und gut gefaulenzt! Highlight war aber natuerlich die Hochzeit. Das Paar (mit einer unglaubklich schoenen Braut) wurde am Strand getraut, wo anschliessend auch die Feier stattfand!
Leider habe ich den Brautstrauss der Braut nicht gefangen…dennoch habe ich es im Gefuehl, dass es bei mir auch nicht mehr lange dauert! ;o)
Was gibt es sonst Neues…
Wir ziehen um! Nach einem Monat in Calacoaya, im Haus von Orlandos Mama, werden wir bald unser eigenes Heim haben! Wo und was es sein wird, steht noch nicht fest! Momentan stehen eine Wohnung mit Blick ueber die Stadt (und glaubt mir, nachts ist das der Wahnsinn!!!) und ein kleines Haeuschen (ihr muesst es euch nicht wie ein Haus in Deutschland, sondern in der Groesse einer Wohnung vorstellen) stark im Rennen!
Ich freue mich schon riesig! Und vor allem bedeutet das, dass wir Platz haben fuer eure zahlreichen Besuche! ;o)
Unwiderstehliches!
Ich gestehe, kein grosser Fan der mexikanischen Kueche zu sein. Dennoch gibt es hier so einiges, an dem auch ich nicht vorbei komme und die ihr unbedingt probieren muesst, wenn ihr hier seid!
ELOTES…mein persoenlicher Suchtfaktor!!!
An jeder Ecke sieht man hier Mann und Frau mit Naschereien fuer zwischendurch. Seht ihr bei ihnen einen riesigen silbernen Metalltopf, geriebenen Kaese und einen Berg Mayonaise, dann nichts wie hin da!!!
Hier gibt es gekochte Maiskolben, eingerieben mit Zitrone (welche die Mexikaner ja zu allem hinzufuegen – egal, ob es passt oder nicht!), dann mit einer Schicht Mayonaise versehen, darueber Kaese und eine Prise Chili! Fertig!
Lecker!!!!
TAMALES…eine Suende wert!!!
Auch diese Leckerei findet man an jeder Strassenecke! Moechte man zu Hause darauf auch nicht verzichten, kann man die Happen im Supermarkt kaufen…oder einfach selbst machen! Tamales sind eine Mischung aus Masa, Rindfleisch, Huhn, Gemuese oder Pfefferschoten, die in Mais- oder Bananenblättern gekocht werden!
Ich kann nur von der vegetarischen Form sprechen, aber die ist superlecker!!!
22 Millionen Einwohner und ich mittendrin!
MEXICO
Der Name México geht ursprünglich auf die Azteken zurück, die sich selbst als „Mexica“ bezeichneten.
Hier ein paar Infos, damit ihr wisst, worauf ich mich eingelassen habe!
(Wikipedia sei gedankt!)
Hier also werde ich die naechsten Monate verbringen!
Um genauer zu sein: HIER!
Mexiko-Stadt (spanisch Ciudad de Mexico) ist die Hauptstadt der Vereinigten Mexikanischen Staaten. Sie bildet keine übergreifende Verwaltungseinheit, sondern erstreckt sich über die Bundesstaaten Distrito Federal (Hauptstadtbezirk) und Estado de Mexico.
Der Hauptstadtbezirk hat 8,7 Millionen Einwohner. In der Metropolregion “Zona
Metropolitana del Valle de México“ (ZMVM) leben 19,3 Millionen Menschen (Volkszählung 2005). Damit ist Mexiko-Stadt eine der größten und am schnellsten wachsenden Großstadtregionen der Erde. Das Wachstum geht sowohl auf Zuwanderung als auch auf eine hohe Geburtenrate zurueck.
Mexiko-Stadt gliedert sich in 16 Stadtbezirke (delegaciones). Jeder Stadtbezirk verfügt wiederum über eine Gliederung in verschiedene Stadtteile (sogenannte Colonias).
Die Colonia, in der ich lebe, nennt sich Cala Coaya und befindet sich im Norden von Mexico-Stadt – nicht im D.F., sondern bereits im Estado de Mexico.















































































































